Altenpflege

Es sind die Kleinigkeiten im Leben!

Wer freut sich nicht über ein wenig Bestätigung?

Direkt am Anfang der Ausbildung wurde mir eingebläut: Als (OP-)Pfleger werdet ihr nie die Anerkennung bekommen, die ihr verdient hättet. Das wirkt ein wenig eingebildet und kam mir bis heute auch nie so vor. Aber ich kann diese Einstellung verstehen: Viele Kollegen versuchen sich dreizuteilen und niemand erkennt das an. Auf Dauer ist das zermürbend. Jedoch habe ich entgegen der meisten Meinungen immer viel Dankbarkeit in Form von Worten, Gestik oder Handlungen erlebt und das macht den Alltag doch erheblich leichter.

In der Pflege sowie eigentlich in allen Berufen ist es so, dass man Geschenke von Patienten nur bis zu einem gewissen Wert im Jahr annehmen darf.
Selbstverständlich übersteigt der 100€-Schein einer lieben Dame definitiv den Wert dessen, den wir annehmen dürfen. Oftmals wird das mit strafenden Blicken gewürdigt wenn wir ablehnen, meist fließt ein wenig Enttäuschung mit hinein. Die zu Pflegenden oder die Angehörigen erwarten, dass man das Geld/das Geschenk annimmt. Aber auch mit der Kaffeekasse ist das nicht mehr zu rechtfertigen und birgt mehr Probleme als dass es uns etwas Gutes tut – auch wenn wir wissen, dass das wirklich richtig lieb gemeint ist! Wir dürfen es nicht annehmen und die „Dunkelziffer“ der Beiträge, die eigentlich in der Kaffeekasse landen sollten und doch im privaten Portemonnaie landeten ist sicher unbestimmbar.

Zu Weihnachten ist es fast normal, dass wir Kleinigkeiten von unseren Kunden erhalten. Selten habe ich so viel Schokolade oder andere Süßigkeiten bei uns im Büro gesehen. Echt fies, wenn man sein Gewicht ein wenig halten möchte! Schokonikoläuse, Weihnachtskugeln, sehr beliebt sind Merci-Schokolade und Mon Cherie.
In der Osterzeit ist es dasselbe Spiel. Wenn dann auch noch Mitarbeiterbesprechungen dazu kommen, ist die Kalorien-Sammelstelle komplett. Dann liegen zwischen Osterhasen und -eiern auch noch von der Besprechung übrig gebliebene Schnitzel, Frikadellen oder sonstiger verführerische Kram, den man mal im Vorbeilaufen vertilgen kann. Eigentlich tritt sogar beinahe Empörung bei den Pfleger/innen ein, wenn mal nichts zum Naschen im Büro ist 😀

Es gab bisher zwei Geschenke, die mir wirklich Tränen in die Augen getrieben haben.
Fährt man desöftern zu Kunden, bekommt man zwischendrin einen Kaffee, falls die Zeit reicht. Man quasselt ein wenig über dies und das und erzählt vielleicht auch, dass man im Büro eine Senseo-Kaffeemaschine hat. Ich persönlich mache mir bei jeder Gelegenheit meinen Thermobecher im Büro voll mit Kaffee!
Es hat mich sehr gerührt, als in den nächsten Wochen die Frau von Patient X aus Holland mehrere riesige Beutel Kaffeepads aus Holland für uns mitgebracht hat. Wenn die Leute zuhören, ist das noch die größte Wohltat. Die Kaffeepads wurden dann in unsere Dienstzimmer verteilt und alle haben sich sehr gefreut! Nichts ist existenzieller als Kaffee (und Energy Drinks!).

Bei einer anderen, finanziell seit dem Unfall ihres Mannes sehr eingeschränkten Angehörigen unterhielten ich und meine Praxisanleiterin uns mit ihr darüber, dass wir ja den Balkon noch gar nicht bepflanzt hätten und quasselten (zugegebenermaßen meinerseits sehr unfachlich) über diverse Balkonpflanzen.
Bereits am nächsten Tag hatte sie Ableger einiger Pflanzen und gesäte Blumen für uns von ihren Beeten gesammelt und geschenkt. Ich habe mich so sehr gefreut, dass ich ein paar Tränen verdrückt habe.

blomsche

Und warum?

Weil es von Herzen kam!

5 Kommentare zu „Es sind die Kleinigkeiten im Leben!

  1. Das ist so lieb! ❤

    Wir kriegen an Weihnachten und Ostern auch immer massenhaft Schokolade und ähnliches, im Sommer ziemlich oft Kleingeld für Eis (und ganzjährig für Kaffee) und ab und zu auch ein größeres Scheinchen.
    Das freut uns natürlich, aber am tollsten ist tatsächlich, wenn die Patienten und Angehörigen ehrlich dankbar und einfach nur freundlich sind. ❤

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  2. Die persönlichen Geschenke sind wirklich die besten.
    Im Rettungsdienst bekommen wir ja auch öfters Trinkgeld oder Süßigkeiten.
    Am allermeisten habe ich mich aber bisher über selbstgemalte Bilder von Kindern gefreut, die wir einige Wochen vorher ins Krankenhaus gefahren haben.
    In meinem Bürojob habe ich mich letztes Jahr sehr über ein paar sehr leckere selbstgebackene Plätzchen gefreut.

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